Auto kaufen als Paketkasten? – Smart macht’s möglich

Auto kaufen PaketkastenStellen Sie sich vor, Sie bestellen mittags ein wichtiges Produkt im Internet, das nur als Paket geliefert werden kann, und wenn Sie am nächsten Morgen aufwachen, holen Sie es einfach vor Ihrer Haustür ab, aus dem Kofferraum Ihres Autos. Klingt verrückt? Vielleicht, aber dürfte schon bald Realität sein, denn in Deutschland, genauer in Stuttgart und sieben weiteren Großstädten, wird das Projekt „Auto als Paketkasten“ ab Herbst von der DHL AG in Zusammenarbeit mit dem Smart-Hersteller erprobt.

So soll das Auto als Paketkasten funktionieren

Wer bis 17:00 Uhr sein Paket bestellt, könnte es künftig schon nachts in seinen Smart geliefert bekommen. Der DHL-Lieferant nutzt eine spezielle App die in Verbindung mit einer TAN-Nummer das „Paketkasten-Auto“ ortet und öffnet. Ähnlich wie beim Online-Banking funktioniert eine TAN-Nummer nur ein einziges Mal. Nachdem das Paket im Kofferraum des Smarts abgelegt wurde wird das Fahrzeug wieder verschlossen und der Besteller kann sein Paket am nächsten Tag oder bei Bedarf auch noch in der Nacht bequem aus seinem Auto holen. Falls Sie demnächst also ein Auto kaufen möchten, können Sie sich ja überlegen, ob neben Xenon-Licht und Rückfahrkamera auch noch die moderne Paketfunktion enthalten sein soll. Warum dies aber derzeit nur mit dem Smart probiert wird, hat auch einen technischen Grund.

Smart mit Autovermietung „Car2Go“ im Vorteil

In vielen Großstädten der Welt können Fahrer, die keine eigenes Auto kaufen möchten bereits Car2Go nutzen, ein Carsharing-Dienst von Daimler und Europcar, bei dem keine festen Mietstationen existieren, sondern das Auto überall in der Stadt angemietet und wieder abgestellt werden kann. Für diese besondere Form der Autovermietung wurde die sogenannte „Connectivity-Box“ entwickelt. Mit dieser technischen Komponente werden die Autos ohne Schlüssel geöffnet, gestartet und wieder geschlossen. Genau diese ausgereifte „Connectivity-Box-Technik“ soll nun zum Einsatz bei der Paketzustellung in den Kofferraum kommen. Die Smart-Chefin Annette Winkler nahm selbst bereits an einem Pilotprojekt teil und ist begeistert von der neuen Möglichkeit, die es zukünftig vielleicht erlaube, auch frische Brötchen, die Zeitung oder gewaschene Kleidung aus der Reinigung direkt in den Kofferraum zu liefern, ganz gleich, wo genau sich der Wagen in der Stadt befindet, z.B. am Arbeitsplatz. Dieser Service wird jedoch nicht exklusiv beim Smart bleiben: Einige andere namhafte Automobilhersteller wie BMW, Audi oder Volvo experimentieren bereits mit ähnlichen Verfahren und es dürfte nur eine Frage der Zeit sein bis weitere folgen.

Kritiker haben noch einige Bedenken

Des einen Freud‘ ist des anderen Leid, entsprechend haben einige Kritiker schwere Bedenken bei der neuen Technik. Wie kann garantiert werden, dass die Kombination aus App und TAN-Nummer nicht in die falschen Hände gerät? Wie klug ist es, sich Pakete mit wertvollen Inhalten nachts in sein Auto legen zu lassen, bei dem es je nach Modell genügt, die Scheibe einzuschlagen, um das Paket zu entwenden? Bis diese und weitere auftauchende Fragen zufriedenstellend geklärt sind, wird die „Paketkasten-Funktion“ beim Auto aller Voraussicht nach nicht die größte Rolle spielen, wenn sich jemand ein Auto kaufen möchte.

Viele weitere Informationen rund um die Themen „Auto kaufen“, „Auto verkaufen“ oder Autoexport finden Sie unter Autoratgeber in der Schweiz

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